Microinfluencer, Nanoinfluencer, Nonfluencer

Menschen in meinem Alter haben es schwer. Aufgewachsen mit Schwarz/Weiß-Fernsehen oder gerade schon Farbfernsehen auf zwei Programmen, und die Welt war noch nicht Word-Wide sondern oft auf ein paar Hundert Dorfbewohner beschränkt.

Die besten Zeiten waren Analog. In Hochglanzmagazinen und sehr begrenzt, da immer die gleichen C- und D-Promis abgedruckt waren. Die einzige Chance war es bei Veranstaltungen, Firmenveröffentlichungen oder als Politiker in der Lokalzeitung mit erhobenen Daumen und mit Namensnennung abgebildet zu werden.

Und irgendwann in den letzten fünf Jahren kam – für viele überraschend – die digitale Zeit in Form von Facebook und WhatsApp. Und ein bisschen Youtube.

Und plötzlich darf sich jeder und jede selbst als Promi fühlen, in seiner eigenen Blase und in Hochglanz am iPhone.

Und plötzlich macht es wieder Sinn einen Sonntagsausflug im besten Anzug, mit offenem Hemd und mit Zigarre zu machen.

Unwiderstehlich so ein zweiter oder dritter Frühling als Dressman.

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