Archiv der Kategorie: Tom

Kalenderspruchchallenge Tag 9 – Dein Herz

Vielleicht bist es gar nicht Du, der Angst vor der Dunkelheit, weil du deinem Herzen einmal zu viel deinen Willen aufzwingen wolltest.

Kannst du dich noch an die Kleine von damals erinnern, die nicht so ganz deinen Vorstellungen entsprochen hat? Du hast bei ihrem Anblick starkes Herzklopfen bekommen, sie hat aber irgendwie nicht dem entsprochen, was du dir vorgestellt hast.

Oder der Moment damals, als dir das Herz überging, weil der Moment so perfekt war. Aber die Pflicht am nächsten Morgen hat etwas ganz anderes von dir verlangt.

Das letzte Mal so richtig gespürt hast du dein Herz, als deine Tochter ein paar Wochen alt war. Leider kamen da die olympischen Spiele und ein voller Posteingang dazwischen.

Es bleibt keine ander Alternative, als dein Herz in die dunkle Gasse zu sperren, drei Mal draufzuschlagen und die Excel-Tabelle bis tief in die Nacht fertig zu machen. Die Prinzessin schläft tief und fest im Nebenzimmer und du hast geglaubt, dass du noch jahrelang Zeit hast um neben ihr zu schlafen und ihren Duft tief in dich einzusaugen.

Die Angst, selbst in der dunklen Gasse aufzuwachen, ohne Herz und alleine mit seinen Gedanken und Pflichtgefühlen, ist nicht unberechtig.

Hör auf dein Herz. Und folge deinen Schmetterlingen.

Bei der Kalenderspruchchallenge wird täglich ein zufälliges Spruchbild ausgwählt und du hast 24 Stunden Zeit um einen Text zu schreiben.

Kalenderspruchchallenge Tag 8 – My past

Wie wäre es, wenn ich damals nicht das gemacht hätte?
Wenn ich mich anders entschieden hätte?
Ein paar dummen Sachen aus dem Weg gegangen wäre?

Nein, dann wäre ich heute genauso. Und hätte andere, dumme Entscheidungen getroffen. Und hätte andere, schmerzhafte Erfahrungen gemacht. Und wäre wegen anderer Dinge nachts wach gelegen.

Ich habe lange für die Erkenntnis gebraucht, dass ich nichts ungeschehen machen kann.
Ich kann mich in einer Situation nur einmal entscheiden.
Und oft spürte ich die falsche Entscheidung. Und machte es trotzdem.

Also, liebe Vergangenheit, bleib wie du bist.

Ich folge meinen Schmetterlingen weiterhin.

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Kalenderspruchchallenge Tag 7 – Bullshit

Komm schon!

Lass es raus!

Deinen Zorn!

Deine Wut auf die Welt!

Die Ungerechtigkeit!

Die Gemeinheit!

Und immer mit Rufzeichen!

Und sag mir, wenn du fertig bist, damit ich dich wieder auf laut stelle.

I will follow my butterflies

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Kalenderspruchchallenge Tag 6 – Männer Vorsicht

Die Jogginghose passt farblich nicht zu den dicken aber gemütlichen Socken.

Der Blick in die Webcam zeigt eindeutigen einen Bad-Hair-Tag. Das überproportionale High-End-Headset wirkt wie ein Astronautenhelm.

Der Hoodie im fröhlichen Pink fordert der automatischen Bildregulierung viel ab.

Alltag im Homeoffice.

Wie war das damals in der guten alten Zeit?

Unter einer Stunde täglich zelebrierter Stylingprozedur, dem passenden Outfit von Innen nach Außen, der feinen Abstimmung der unterschiedlichen Farbtöne, war der Gang ins Büro unvorstellbar. Niemand konnte planen, wer einem auf dem Büroweg, im Büro und im After-Work-Kaffee auf der Fährte auflauert.

Jetzt genügt das wöchentliche Styling um sich für die Social Media Kanäle ins rechte Licht zu rücken.

Die Arbeit an und für sich hat sich rationalisiert.

Passende Dessous werden nur noch aus der Vitrine geholt, wenn nachhaltiger Erfolg erwartet wird.

Follow your butterflies.

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Kalenderspruchchallenge Tag 5 – Erstmal schauen

Das Märchen vom produktiven Büro.
Klein Thomas steht um kurz nach sechs Uhr auf und wär gerne noch länger im Bett geblieben. Das muss so sein. Ist ja Arbeitstag. Im Radio schimpfen sie auf Montag und freuen sich auf Freitag. Nach Kaffee, Zigarette und Zeitung gehts mit dem Auto zur Arbeit. Pendeln für die Pauschale. Aber es gibt ja Hörbücher zum Zeitvertreib.

Pünktlich auf die Minute die virtuelle Stechuhr gedrückt (eigentlich sinds die Kollegen und die Frau Chef, die pendantisch die zu spät Kommenden verpetzen). Körperliche Anwesenheitspflicht wirkt, ist ja nichts wichtiger als sich gelangweilt und müde vor dem Firmenrechner den neuesten Tratsch der Kollegen anzuhören.

Aber das wichtigste hat er vergessen: den Kaffee. Ist zwar nur von der Kapsel, aber er weckt ihn vielleicht noch auf.

Zurück zum Arbeitsplatz, die Uhr zeigt 10 Minuten nach 8. Das wird ein langer Tag bis er Punkt 5 das Büro wieder für 15 Stunden verlassen werden darf.

Nennt sich Produktivität. Ist so. Füllt eine Excel-Zelle und fließt in die KPIs ein.

Follow your butterflies.

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bare your soul

Kalenderspruchchallenge Tag 4 – Bare your soul

Striptease.

Heißer, sexy Stiptease.

Schicht für Schicht fällt.

Die Alltagsmaske weg.

Die öffentlichen Filter weg.

Die funktionierenden Worthülsen für die Familie weg.

Die störenden Geräusche weg.

Die inneren Leitsätze weg.

Die Dogmen weg.

Nur mehr das nackte Ich.

Heiß, pulsierend, begierig.

Entblöße deine Seele.

Follow your butterflies.

bare your soul

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Kalenderspruchchallenge Tag 3 – Tomorrow is a good day

Früher war auch die Zukunft noch besser.

Die verklärte Vergangenheit trifft auf eine vermeintlich bessere Zukunft.

Da bleibt das Heute immer auf der Strecke.

Wieder schlecht aufgestanden, müßig den ersten Kaffee geholt, grimmig in den Spiegel geblickt.

Das wird wieder nichts. Die Freude geht irgendwo im ewigen Kreislauf zwischen Geschirrspülen und Wäsche aufhängen verloren.

(Da fällt mir ein, die Waschmaschine ist fertig.)

Schnell noch die schlechten Nachrichten lesen, bevor es ins Büro geht.

Einloggen, E-Mails lesen, Routinearbeit erledigen.

Mit den schlecht gelaunten Kollegen chatten.

Formulare ausfüllen, Excel Tabellen herrichten, Telefonate erledigen.

Essen, Zeit vertrödeln, zurück nach Hause.

Essen, Medien konsumieren – irgendwas mit Toten, Bier dazu.

Zähne putzen.

Ich hoffe, Morgen wird ein guter Tag. Da war schon Gestern so.

Refuse to settle. Follow your butterflies.

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walking alone

Kalenderspruchchallenge Tag 2 – Walking alone

Wer begleitet dich in deinem Leben? Deine Mama? Dein:e Partner:in?

Wir sind nie allein. Immer trägst du jemanden mit dir mit. Jemand „echter“ oder eine Fiktion aus deinen Gedanken oder dem Film, den du gerade angeschaut hast.

Füllt er/sie dich mit Liebe, mit Energie oder ist er ein:e Energievamper:in?

Sind es die Menschen oder die Bots, die mit dir reden?

Es ist nicht einfach, echt von unecht zu unterscheiden.

Ist der Mensch, mit dem du am meisten redest, echt oder unecht?

Lässt du den Menschen, der dir gegenübersitzt, sich selbst sein?

Bist du echt oder unecht?

Und danach kommt da noch die an dich selbst gestellte Frage:

Gehst du noch oder stehst du schon?

Follow your butterflies.

walking alone

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Kalenderspruchchallenge Tag 1 – Schmetterlinge

Mich hat keiner gefragt, ob ich da und zu dem Zeitpunkt auf die Welt komme.
Da kommt die Erkenntnis aber spät.
Waren es Schmetterlinge in den ersten Wochen oder Monaten, bevor das mit dem Denken und dem „Ich“ anfing?
Und was, wenn überall Schmetterlinge sind, so alle paar Jahre woanders. Unter einer Weide. Oder unter einem Kaktus mit Früchten. Oder beim Blick in die Augen meiner Tochter.
Schmetterlinge sind keine Zootiere. Die kannst du nicht einfach irgendwo festhalten und vier Wände oder einen Käfig drumherum bauen.
Und wenn ich Schmetterlinge im Bauch habe, kann ich nicht stillstehen. Ich muss mich mit der Schmetterlingsherde fortbewegen, dorthin gehen, wo sie sein wollen, wo sie ihre Jagdgründe (=Blumenwiese) finden.
Refuse to settle for anything less then butterflies. Und Schmetterlinge sind nicht sesshaft.
Refuse to settle. Follow your Butterflies.

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Was die Globuliprodukton mit Marketing gemeinsam hat

Wußtet ihr, wie man in der Homöopathie Informationen überträgt?

Man nimmt 1 ml „informiertes Wasser“ und gibt ihn in 100 ml uninformiertes Wasser. Dann schlägt man das ganze 10 mal auf eine Oberfläche mit Leder – und schon ist das ganze Wasser informiert!

Das wiederholt man nun 60 mal (also jeweils aus der Flasche 1 ml rausnehmen und auf 100 ml verteilen) – und schon gibt es die Potenz C60. Moleküle von der Urtinktur sind nicht mehr zu finden.

Aber die Information hat sich potenziert!!!1einself

Zu guter letzt noch ein wichtiger Schritt – das vorsichtige Verteilen auf den Zuckerkügelchen um Globuli herzustellen.

Und was hat das jetzt mit Marketing zu tun?

Das ist das Sinnbild, wie Marketing bei KMUs gemacht wird. Ich nehme eine Grundinformation, die ähnlich dem ist, was ich erreichen will.

Das Rezept für KMU Marketing

Der Ausgangstoff: „Wir sind Experten für…“, „Ihre Nummer 1 in…“ oder „Ihr Ansprechpartner…“ – you name it.

Nun verdünnen wir die Information – am besten streuen wir es über einen automatischen PR-Verteiler (siehe pressetext o.ä.), schalten 1-2 Achtelseiten in lokalen Gratiswochenblättern und machen 1 Social Media Post auf Facebook, LinkedIn mit Selbstbeweihräucherung.

Und glauben ganz fest daran, dass das wirkt. Weil drei Likes auf LinkedIn von meinen Bekannten!!! Und da kann man den Algorhitmus sicher aushebeln!

Die Zuckerkügelchen bekommen die Stakeholder/Investoren/Bankmenschen zum Schlucken.

Und fertig ist das Marketing Rezept. Die Geldgeber haben die Information, die sie sehen wollen. Der Geschäftsführer/Eigentümer fühlt sich bestärkt, weil er was gemacht hat und Resultate vorweisen kann.

Nur die potenziellen Kunden sind nicht potenziert.

Aber die Erstverschlechterung ist in der Homöopathie ein gutes Zeichen, dass sie wirkt.

Tipp: Am besten mit dem Wirkstoff Chamomilla in der Potenz D12 bei „Allgemeine Unruhe und Ängstlichkeit, Schlafstörungen, Überempfindlichkeit, gesteigerte Reizbarkeit, Unentschlossenheit, dies und jenes wollen, nichts von alledem scheint jedoch richtig zu sein.