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Informationoverflow

Wer hat den Informationsfluß schon im Griff?

Ich nicht. Weder den zu mir rein, noch den zurück raus.

Versuchen wir einmal alle Wege zu finden, über die jeder von uns Informationen erhält. Nein, nicht nur Facebook, Insta, sondern wirklich alle.

Angefangen von Face2Face (also diejenigen, in unserer Umgebung), über E-Mail, Chat-Clients (WhatsApp, SMS, FB-Messenger, Telegram) bis hin zu mehr oder weniger passiven Informationsüberbringern (Zeitung, Videowall, Autoaufklebern, Werbetafeln).

Und jetzt versetzen wir uns einmal gedanklich in die „Marketingabteilung“ eines KMU oder EPU, genauer in die Lage eines Unternehmens von 1 – 12 Mitarbeitern.

Je nachdem wo die Aufmerksamkeit der Entscheider gerade ist, werden die Schwerpunkte sowohl in der Kommunikation, als auch in der Wahl der Mittel und Wege gesetzt.

„Wir sollten UNBEDINGT mehr Follower auf Facebook bekommen, macht da was!“

„Wir kaufen eine halbe Seite bei der Zeitung xy, weil die ist grad günstig.“

„Autobeschriftungen sind total wichtig. Und erst bei LKWs!“

Und jetzt gehen wir gedanklich wieder zu uns zurück, und schreiben die Stellen auf, nachdem wir uns für den Kauf oder die Anfrage eines solchen Unternehmens entschieden haben.

Ich dachte mir noch nie „Wow, die Firma macht aber einen super Beitrag, wie super sie ist. Da kauf ich gleich mal was. Total seriös.“

Und ich lese keine Zeitungen, schon gar nicht Gratismagazine. Wenn ich Unternehmens-PR lesen will, dann …. eigentlich will ich nie Unternehmens-PR lesen.

Fotos, Selfies und der Auslöser

Ich bin so alt, ich durfte noch max. 24 Fotos pro Film machen. Und ein Ausflug war maximal 1 Film lang. Und mit 24 Fotos entwickeln wurde es teuer.

So passten oft drei Ausflüge auf einen Film, auch wenn diese ein Jahr auseinander lagen. („Oh, da waren noch Fotos von vorvorigem Jahr drauf.“)

Fotos waren etwas besonderes. Von vielen meiner Generation gibt es im Teenageralter kaum Fotos. Und das ist gut so.

Und das ist auch der Grund, warum die „Einst und Jetzt“-Gruppen auf Facebook so boomen. Das ist der Ort um Fotos aus der Vergangenheit auszutauschen, Klassen- und Ausflugfotos abfotografiert zu posten.

Sitzt man jetzt für eine halbe Stunde an einem Instagram-tauglichen Platz, fällt erst auf, wie sehr Fotos, Selfies und Social Media Einzug in unser Leben gehalten hat.

Das ist dann nicht nur der eine Teenie oder der eine Handysüchtige, den jeder kennt. Das ist dann jeder.

In Familiengruppen eng aneinandergekuschelt, damit auch jedes Gesicht auf das Selfie passt. Einzeln, mit Selfiestick, oder mit Freund, der die Selfies macht. Damit die Lieben zu Hause wissen, wie gut es uns geht. Damit alle wissen, dass auch wir uns die Reise an einen besonderen Ort leisten können.

Und immer das freundliche Gesicht. Mit dem alten Bauwerk im Hintergrund.

Ich mache gerne Landschaftsfotos, also Selfies ohne Gesicht, da ich noch mit dem teuren und selten Gut „Analogfoto“ aufgewachsen bin, jedes Foto mindestens eine Woche Entwicklung dauerte.

Außerdem hatten die Analogkameras keinen Spiegel. Ein Foto von sich selbst zu machen, mit der 2 kg schweren Kamera, das Objektiv vor Augen, kein Bildschirm und Minispiegel, war uns nicht eingefallen.